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Hitzewarnung

Ab 21.06.2017 ist im Bezirk Sankt Pölten (Stadt) mit starker Hitzebelastung zu rechnen.
Ab 21.06.2017 ist im Bezirk Sankt Pölten (Land) mit starker Hitzebelastung zu rechnen.

Klinisches Institut für Hygiene und Mikrobiologie

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Für eine erfolgreiche Infektionsbekämpfung ist es wichtig, Diagnostik, Therapie und Verhütung von Infektionen im Zusammenhang zu sehen. In diesem Sinn wurde 2002 das Institut für Hygiene und Mikrobiologie am Universitätsklinikum St. Pölten gegründet.

Im mikrobiologischen Laboratorium des Instituts werden aus Patienten- oder Umgebungsproben Infektionserreger, also Viren, Bakterien, Pilze und Parasiten nachgewiesen. Dies geschieht etwa durch Erkennung im Mikroskop oder durch Anzüchtung. Außerdem werden Bakterien und Pilze auf ihre Empfindlichkeit gegenüber in Frage kommender Medikamente (Antibiotika bzw. Antimykotika) getestet. In der Infektionsserologie werden Antikörper im Blut gesucht, wodurch Infektionen festgestellt oder auch Impferfolge gemessen werden können. Zusätzlich gibt es moderne Methoden der Molekularbiologie, die nicht nur empfindlicher als frühere Techniken sind, sondern mitunter auch schneller ein Ergebnis bringen.

All diese Untersuchungen finden in ungefähr 80.000 Befunden im Jahr ihren Niederschlag und dienen dazu, die optimale antimikrobielle Therapie für die betroffenen Patientinnen und Patienten zu finden. Dazu findet zusätzlich zur Befundübermittlung eine enge Kommunikation mit den auf Ambulanzen und Stationen behandelnden Ärztinnen und Ärzten statt. Am Institut ist auch die Antibiotika-Kommission des Landesklinikums angesiedelt, die Empfehlungen für die Auswahl und den richtigen Einsatz von Antibiotika und Antimykotika gibt.

Schwerkranke Patientinnen und Patienten haben aufgrund ihres beeinträchtigten Immunsystems ein gewisses Risiko, zu ihrer Grunderkrankung zusätzlich Infektionen zu erleiden. Ziel der Krankenhaushygiene ist es daher, alle geeigneten Maßnahmen zur Verhinderung dieser so genannten nosokomialen Infektionen zu erwirken. Das betrifft beispielsweise die Auswahl geeigneter Desinfektionsmittel, die räumliche Isolierung von Patientinnen und Patienten, deren Infektionen übertragbar sind oder die Erarbeitung von Hygiene-Standards für bestimmte Tätigkeiten.

Das Institut für Hygiene und Mikrobiologie ist die einzige derartige Einrichtung im Bundesland Niederösterreich, daher hatte seine Gründung auch Auswirkungen auf die Kooperation der niederösterreichischen Spitäler in Fragen der Hygiene. Im April 2002 wurde die Arbeitsgruppe Krankenhaushygiene Niederösterreich gegründet, die sich aus den Hygieneteams der NÖ Landes- und Universitätskliniken und Vertretern der Behörde des Landes Niederösterreich zusammensetzt. Im Rahmen von vierteljährlichen Arbeitssitzungen werden aktuelle Fragen diskutiert und gemeinsame Empfehlungen unter Berücksichtigung bestehender Gesetze und Richtlinien erarbeitet. Diese Tätigkeit wird durch das Institut für Hygiene und Mikrobiologie am Universitätsklinikum St. Pölten koordiniert

                         

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