Ambulanzzeiten
Di-Fr 7:30 - 12:00 Uhr
Nur nach Terminvereinbarung
Tel.: 02742/9004-11100
Die Schmerzambulanz wurde als ein Teil der Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin im Jahre 1994 geschaffen, um Patietinnen und Patienten mit schwer behandelbaren Schmerzen zu helfen. Wir sehen die Schmerzfreiheit oder Schmerzlinderung auf ein erträgliches Maß als Recht jedes einzelnen Menschen und bemühen uns, jeder Patientin/ jedem Patienten, der uns zugewiesen wird, eine adäquate und ihren/ seinen Bedürfnissen angepasste Schmerztherapie zu ermöglichen. Unsere Aufgabe besteht in Prävention, Diagnostik und Therapie akuter und chronischer Schmerzzustände.
Schmerz ist ein komplexes Phänomen und zählt als Warnung vor drohender Gefahr zum Erfahrungsschatz nahezu jedes Menschen. Die Alltagsschmerzen vergehen meistens von selbst oder lassen sich problemlos behandeln. Jeder Schmerz hinterlässt jedoch eine Erlebnisspur, die spätere Schmerzerfahrungen beeinflusst. So können langanhaltende oder starke Schmerzen unbehandelt die Schmerzempfindung verändern, sich verselbständigen und von der ursprünglichen Ursache entkoppelt zu einem eigenständigen und behandlungsbedürftigen Krankheitsbild - der chronischen Schmerzerkrankung führen. Dieses Phänomen wird leider noch immer nicht ausreichend ernst genommen.
Der chronische Schmerz ist mit vielen Nebenerscheinungen wie gestörte Nachtruhe, depressive Verstimmung, Erschöpfung körperliche Schonung und Inaktivität vergesellschaftet und wirkt sich negativ auf die Lebensqualität des Betroffnen aus.
Chronisch Schmerzkranke, die uns zugewiesen werden, haben in der Regel bereits eine lange „Patientenkarriere“ mit zahlreichen Arztbesuchen, vielen diagnostischen Untersuchungen und Behandlungsversuchen durchlaufen. Viele davon sind entmutigt und finden sich mit ihren Schmerzuständen ab, leiden im Stillen und haben vielleicht schon ihren Arbeitsplatz verloren. Neben dem persönlichen Leid des Kranken ist meistens auch die Familie in Mitleidenschaft gezogen. Daher ist die chronische Schmerzkrankheit eines der zentralen Gesundheitsprobleme der heutigen Zeit.
Unser Team, besteht aus in der Schmerztherapie ausgebildeten Ärzten und Pflegepersonal. Unser Anliegen ist nicht nur Schmerz zu bekämpfen sondern auch den Betroffenen zu einer verbesserten Lebensqualität verhelfen.
Wir betreuten: über die Konsiliarzuweisung die stationären Patientinnen und Patienten, die in Behandlung des Landesklinikum St. Pölten stehen und auf Zuweisung von niedergelassenen Ärzten für Allgemeinmedizin und Fachärzten die ambulanten Schmerzkranken.
Bei der Erstuntersuchung wird eine standardisierte Schmerzanamnese erhoben, einschließlich der Auswertung und Besprechung von Fremdbefunden und Durchführung einer Schmerzanalyse, d.h. Begutachtung der Stärke und Qualität des Schmerzes und die klinische Untersuchung durchgeführt. Nach der Diagnoseerstellung findet eine eingehende Beratung der Patientin bzw. des Ptienten und anschließende gemeinsame Festlegung der Therapieziele statt. Der zeitlich und inhaltlich abgestufte Therapieplan mit differenziertem Einsatz schmerztherapeutischer Verfahren wird erstellt und bei weiteren Visiten auf seine Richtigkeit und Effektivität überprüft. Dieses Prozedere bedeutet in der Regel vor allem beim Erstkontakt viel Zeitaufwand und erfordert aktive Mitarbeit der Patientinnen und Patienten.
Dieser multimodale Zugang berücksichtigt und verknüpft körperliche, psychische und soziale Schmerzdimensionen und erfordert eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Fachrichtungen. Die Zusammenarbeit im Hause besteht mit:
Chirurgen, Internisten, Neurologen, Neurochirurgen, Orthopäden, Physikalisten, Physiotherapeuten und Radiologen.
Des weiteren mit niedergelassenen Ärzten, niedergelassenen Psychotherapeuten und dem Palliativteam.
Die Palette der Methoden, die in der modernen Schmerzmedizin im Rahmen eines individuellen therapeutischen Konzeptes zum Einsatz kommen ist inzwischen sehr breit und spannt sich je nach Indikation von der medikamentösen Behandlung über Methoden der Komplementärmedizin wie z. B. Akupunktur bis zu invasiven und operativen Verfahren.

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Sekretariat
Tel.: 02742/9004-11100
Leitung
Prim. Univ.-Prof. Dr. Christoph Hörmann
Leitende Oberärztin
OÄ Dr. Gabriele Graggober
Oberärztinnen/ Oberärzte
OA Dr. Peter Balas
OÄ Dr. Gabriele Leister
OÄ Dr. Gerda Schlögl
OÄ Dr. Margarete Seiberl
OÄ Dr. Laura Tiefenbacher
Assistenzärztinnen/ Assistenzärzte
Ass. Dr. Karoline Poltorak
Ass. Dr. Christian Wick
Station/Ambulanz
DGKS Elisabeth Reisinger
DGKS Brigitte Freinberger
DGKS Andrea Zehetner